Der Weg zur agilen Gesellschaft – Teil I

Was können wir aus diesem Lockdown noch so lernen?
Warum entsteht in so vielen Bereich Unsicherheit?

Wir stellen uns viel zu viele Wie-Fragen.

Wie soll das weitergehen?
Wie sieht unser Leben in 2 Monaten aus?
Wie kann ich diese Krise überstehen?

Warum verhindern Antworten auf WIE-Fragen Offenheit, Flexibilität und Lösungen?

Bei Antworten auf WIE-Fragen legen wir als Grundlage Kausalitäten und Erfahrungen.

Nun haben die wenigsten zu dieser Situation Erfahrungen und die Kausalitäten ändern sich sozusagen täglich.

Wie soll es also eine Antwort geben, mit der wir zweifelsfrei einverstanden sind?
Sie gibt es nicht, sonst hätten wir die Lösung ja schon umgesetzt.

Auch können wir daraus keine Erwartungen definieren und unsere Werte- und Erfahrungsschemen kein klares Bild des Ergebnisses projizieren.Dieser Zustand schenkt uns das Gefühl der Unsicherheit.


Dazu eine kleine Geschichte:
Ein Trapper hat sich in den tiefsten Wäldern von Kanada eine Blockhütte gebaut und hackt gerade Holz für den Winter. Da kommt ein alter Indianer vorbei. Der Trapper denkt an die Wetterfühligkeit der alten Naturvölker und fragt: Wie wird denn dieser Winter?
Der Indianer sagt: Winter wird kalt.
Der Trapper hackt weiter Holz. Nach einer Woche kommt wieder der Indianer vorbei und der Trapper fragt ihn erneut um sicher zu gehen: Wie wird denn dieser Winter?
Der Indianer sagt: Winter wird sehr kalt.
Also legt sich der Trapper ins Zeug und hackt ordentlich viel Holz. Nach einer Woche kommt wieder der Indianer vorbei und der Trapper fragt wiederum: Wie wird denn dieser Winter?
Der Indianer sagt: Dieser Winter wird sehr, sehr kalt.
Nun fragt ihn der Trapper aus Neugier: Woher weißt du das eigentlich?
Da antwortet ihm der Indianer: Ganz einfach – wenn der weiße Mann soviel Holz hackt, muss der Winter sehr kalt werden.


Mit einer WIE-Frage limitieren wir die Lösungsmöglichkeiten auf unsere Projizierungen und schließen mit unserem Fokus andere Lösungsmöglichkeiten aus.

Unsere WIE Richtung macht uns also träge und unsicher in solchen Situationen, die zusätzlich kein definiertes Ende haben.

Während wir also auf neue Erfahrungen oder neue Kausalitäten warten, werden wir gleichzeitig zu abwartenden (hilflosen) und reaktiven Menschen.


Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein (14.03.1879 – 18.04.1955)

Was braucht es also:
Wir brauchen Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, eine WIRzentriertheit und die eigene Offenheit neue Wege zu versuchen.

Kurz – unsere Gesellschaft braucht Agilität. 

Fortsetzung folgt in KW23

Mit potenzialerweckenden Grüßen 
Dein Markus

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